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Bud Spencer Single Malt Whisky von der Destillerie St.Kilian in Rüdenau, Andreas Thümmler erzählt davon im Xecutives-Interview

Andreas Thümmler ist als Gründer der St. Kilian Whisky-Destillerie in Rüdenau im Odenwald jedem Whisky-Liebhaber in Deutschland ein Begriff. Seit seiner Jugendzeit sammelt er Whisky und hat 2012 etwas initiiert, was Seinesgleichen sucht. Er hat angefangen, mit dem besten Equipment nach schottischer Produktionsmethode Whisky auf höchstem Niveau herzustellen, für den er bisher mit 300 Goldmedaillen ausgezeichnet worden ist. Heute produziert Andreas Thümmler rund 400’000 Flaschen Whisky im Jahr, Tendenz stark steigend. Die Destillerie ist mit der Expertise von David Hynes geplant und eingerichtet worden. Der Ingenieur mit einem Hochschulabschluss vom Trinity College in Dublin und einem MBA von Harvard hatte zuvor lange Jahre bei Kilbeggan gearbeitet. Andreas Thümmler war zuvor ein international tätiger und sehr erfolgreicher Investmentbanker und Venture Capitalist. Er hat während seiner ersten beruflichen Laufbahn einige grosse Milliardengeschäfte mitgeprägt und ermöglicht. Beide zusammen bildeten sie ein Dream-Team zur Herstellung von Whisky.

Im Interview mit Xecutives.net spricht Andreas Thümmler über seine Zeit vor St. Kilian und gibt Einblicke in seine deutsche Whisky-Destillerie, die hochwertigen Whisky nach schottischer Produktionsmethode herstellt. Die vielen Whisky-Projekte sind enorm spannend. Mehr als 20’000 Whisky-Liebhaber und Fans reisen daher jedes Jahr in den Odenwald, um die Destillerie zu besuchen und Whisky zu probieren. St. Kilian arbeitet mit dem bayrischen Königshaus zusammen und verkehrt mit der Film-Legende Terence Hill, mit dem Andreas Thümmler ebenfalls eine bedeutende Transaktion durchgeführt hat.

Xecutives.net: Herr Thümmler, Sie haben in den letzten rund 14 Jahren eine eigene Whisky-Destillerie auf die Beine gestellt. Sie arbeiten nach der schottischen Produktionsmethode. Der Whisky wird dort in aller Regel nur zwei Mal destilliert. Bevor wir aber näher auf den Whisky eingehen, möchte ich Sie nach den Interviews mit dem Whiskysammler Martin Degen und der Whisky-Legende Claudio Bernasconi, die beide aus der Schweiz stammen, fragen, was Sie mit der Schweiz verbindet.

Andreas Thümmler: Ich kenne die Schweiz relativ gut und bin auch immer wieder in der Schweiz. Mein ältester Sohn studiert Maschinenbau und lebt in der Schweiz. Auch bin ich gerne im Graubünden und in Lugano, wo ich noch Verwandte habe. Ich kenne in der Schweiz Dr. Dolf Stockhausen, eine ganz interessante Persönlichkeit, auch wenn es um Whisky geht. Darum kenne ich auch Hergiswil, ein sehr schöner Ort, in dem er lebt. Ihm gehört Seven Seals Whisky. Er stammt ursprünglich aus Krefeld und hatte dort eine mittelständische Firma. Seine Firma war es, die das Granulat der Baby Windeln erfunden hatte, ein Stoff, der extrem saugfähig und damit bestens geeignet für Windeln ist. Er war und ist an weiteren Firmen beteiligt, u.a. auch an Clariant mit Sitz in der Nähe von Basel. Ich erzähle Ihnen das hier in der Destillerie, weil ich Dolf Stockhausen seit vielen Jahren sehr gut kenne und er auch ein grosser Whisky-Connaisseur ist. Er hat u.a. ein Verfahren entwickelt, mit dem man Whisky schneller reifen kann. Ich habe diese Whiskys gekostet und es ist bei einer Blindverkostung fast unmöglich, herauszufinden, welcher der schnell gereifte Whisky ist und welcher der normal gereifte Whisky. Das erzeugte bei mir einen gewissen Wow-Effekt. Nun kann er diesen Whisky noch nicht Whisky nennen, weil die Schotten etwas dagegen haben. Aber er arbeitet daran. Er hat dann auch Langatun gekauft, eine Whisky Destillerie in Langenthal. In Kanada hat er Beavers Dram. Es braucht solche Menschen in Unternehmen, die erfinderisch sind und einen Ingenieur-Hintergrund haben.

Dr. Steffen Dietz, Andreas Thümmler und Christian Dueblin bei St.Kilian Distillers, Whisky Destillerie in Rüdenau
Dr. Steffen Dietz und Andreas Thümmler mit Christian Dueblin

Xecutives.net: Sie haben 2012 St. Kilian gegründet, eine Whisky-Destillerie in Deutschland in Unterfranken. Der Bekanntheitsgrad ist sehr gross und Sie empfangen dort jedes Jahr weiter über 20’000 Menschen, die mehr über St. Kilian wissen wollen und Ihren Whisky schätzen.

St.Kilian Distillers, Whisky-Distillerie, Whisky made in Germany

Andreas Thümmler: Wir sind eine Destillerie, wie man sie in Schottland antrifft. Ich spreche von Destillerien wie Ardbeg, Lagavulin und Glenmorangie. Das ist das Highend-Level, an dem wir uns orientieren. Wir haben tatsächlich weit über 20’000 Menschen hier in der Destillerie, die zu Besuch kommen und mehr über unseren St. Kilian-Whisky wissen wollen. In den nächsten Tagen findet hier auch ein Whisky Festival statt und wir rechnen mit rund 3000 Besuchenden hier in der Destillerie.

Wir haben hier in der Nähe über 15’000 Whisky Fässer gelagert, mit einem durchschnittlichen Aging von rund 6 Jahren. Der Whisky ist in ehemaligen NATO-Bunkern im Odenwald untergebracht, unter besten klimatischen Bedingungen und auch sicher (lacht). Wir ermöglichen den Besuchenden dann, mit einem Shuttlebus dorthin zu fahren, um sich vor Ort ein Bild über die Lagerung des Whiskys zu machen. In diesen rund 120 Bunkern hat es auch noch andere Firmen, die dort tätig sind und Dinge unternehmen. Wir selber haben aktuell rund 25 Bunker mit Whisky gefüllt und es wird immer mehr. Hier in Rüdenau sind wir auf ca. 170m ü.M. und oben im Odenwald, wo die Bunker sind, auf 480 m ü.M. Das Gelände ist überwaldet und diese Bunker haben sehr dicke Betonmauern. Das Klima in den Bunkern ist konstant. Das ermöglicht einen guten Reifeprozess. Der Angle Share ist in den Bunkern etwa gleich gross wie in Schottland auch.

Xecutives.net: Wie sind Sie aufgewachsen und wie hat Sie die Region hier geprägt?

Andreas Thümmler: Ich bin hier in dieser Ecke des Odenwalds gross geworden. Damals hatte Rüdenau 1000 Einwohner und heute sind es noch 700. Ich bin in Miltenberg geboren, am Main, eine mittelalterliche schöne rund romantische Stadt mit 10’000 Einwohnern. Ich bin streng katholisch erzogen worden und war hier auch Messdiener. Irgendwann wurde es mir hier jedoch zu eng und ich wollte raus in die grosse Welt. Zuerst hiess das für mich Frankfurt und Würzburg. Ich habe dann als Jugendlicher Exkursionen unternommen und immer weitere schöne Orte entdeckt, die mir gefallen haben.

Damals am TV sah ich Serien wie Beverly Hills, 90210 und ich dachte, ich muss da mal hin nach Kalifornien. Mit rund 18 Jahren konnte ich dann für ein Jahr in die USA gehen. Ich machte einen Schüleraustausch und ging mitten in Pennsylvania in Schuylkill Haven in die High School. So gesehen kam ich vom Regen in die Traufe. Von einer Dorfkleinstadt in Deutschland in eine Dorfkleinstadt in Pennsylvania, USA.
Das war gar nicht das, was mir eigentlich vorschwebte. Nichts von Beverly Hills, 90210. Alles war sehr traditionell, wie man das auch ein bisschen in den Filmen kennt. Die Leute lebten dort relativ abgeschieden und für sich. Für mich war das auch ein bisschen ein Kulturschock. Es gab kein Internet, man schrieb sich noch Briefe, Telefon gab es oft auch nicht und eben einen latenten Konservatismus, den man überall spürte.

Xecutives.net: Ich hoffe, Sie hatten dort Baseball gespielt!

Andreas Thümmler: (Lacht) Nein, aber ich war im Wrestling Team. Das war Free Style-Wrestling, so nannte man das damals. Das war nicht so streng reglementiert, wie das normale Wrestling. Ich hatte damals aber schon im Judo und im Karate einen braunen Gurt. Und so konnte ich meine Kampftechniken einsetzen. Ich war damals noch etwas schlanker als heute, aber trotzdem dort in der höchsten Gewichtsklasse. Aber da hatte ich es dann im Ring mit Leuten zu tun, mit so richtigen Amerikanern halt, die waren 200 Kilogramm schwer. Ich hatte dann auch immer mal wieder gewonnen, weil niemand meine Kampftechnik so richtig begriffen hatte.

Ich lernte an der High School, so ein bisschen wie im Film, die dortige Beauty Queen kennen. Das war eine tolle Dame und sie kam dann mit mir nach Deutschland. Ich war ein Jahr dort und hatte trotz allem eine gute Zeit. Ich musste, obwohl ich das zuerst gar nicht so richtig wollte, auf die amerikanische Flagge schwören. Als man mir dann sagte, dass ich die High School nicht besuchen könne, wenn ich nicht auf die Flagge schwören würde, habe ich das dann auch gemacht (lacht). Ich hatte mich dann durchgebissen.

Dann holte ich hier in Deutschland, zurück im Odenwald, das Abi nach und hatte später grosses Glück, denn ich bekam im Rheingau an der European Business School ein Stipendium. Ich studierte an der Privatuniversität Wirtschaftsinformatik. Mich hatte die Informatik schon damals sehr fasziniert. Ich wurde somit zum Tech-Experten und meine berufliche Laufbahn führte mich zur Rothschild Bank. Dort setzte man mich als M&A-Experte ein.
Ich war noch jung, war aber mit vielen Firmenverkäufen und Firmenkäufen beschäftigt. Das war die Zeit der Privatisierung der grossen Telekommunikationsunternehmen. Später ging ich nach London zu Warburg, heute UBS. Es kam damals ein grosser Markt auf und irgendwann fragten mich ein paar Kumpels, ob ich mich mit ihnen selbständig machen wollte. Ich hatte gute Erfahrung und Know-how im Umgang mit Kunden und es kam nun eben der grosse Tech-Sektor auf. Wir zogen dann eine eigene Investment Bank hoch.

Xecutives.net: Wo lag die Motivation, all das zu tun?

Andreas Thümmler: (Lacht) Ich wollte ja immer noch nach Kalifornien nach Beverly Hills. Das schaffte ich dann erst im zweiten Anlauf. Über die European Business School konnte ich schliesslich ein Auslandstudienjahr in den USA machen. Ich ging nach San Diego und war nahe am Silicon Valley dran. Ich machte dort viele Praktika in diversen Banken und war immer an der Schnittstelle Investment/Technology dran.

Als ich dann die Uni abschloss, bekam ich sehr viele Angebote von Banken und Firmen. Ich hätte zu Goldman Sachs oder zu Lehman Brothers gehen können, aber irgendwie gefiel mir die Bank Rothschild. Ich ging somit zurück nach Frankfurt, von dort nach London. Dann haben wir unsere eigene Firma gegründet. Wir merkten, dass wir eine gute Dependance brauchten und zogen mit unserer Firma nach San Francisco, auch nach Berlin. Berlin war hier in Europa das Epizentrum für Investments und Tech-Firmen. Ich habe dort auch die Samwer Brüder kennengelernt und viele weitere, die ähnliches machten.

Es kam zur Gründung von etlichen Startups und wir haben dafür gesorgt, dass Venture Capital zur Verfügung stand. Viele dieser Firmen wurden mit unserer Unterstützung sehr gross und wir haben sie dann verkauft. Dadurch konnte ich mir ein sehr gutes und grosses Netzwerk aufbauen und eine gute Reputation. Wir hatten viel Geld verdient, aber unsere Kunden waren auch alle super dankbar für unseren Beitrag und unserer Leistungen. Wir waren die progressiven Berater an der Seite dieser Firmengründer und wir haben dafür gesorgt, dass auch alles gut geklappt hat.

Xecutives.net: Wir sprechen hier von besonderen Zeiten, als Geld eigentlich keine grosse Rolle spielte und alle am Tech-Boom mitprofitieren wollten. Wir kennen diese Zeiten noch, wenn wir Filme wie The Wolf of Wall Street schauen. Wie kamen Sie dann aber zum Whisky?

Andreas Thümmler: Ja, das waren extreme Zeiten und der Spielfilm The Wolf of Wall Street ist ja nicht gelogen. Das ging damals wirklich so ab. Es haben viele Menschen extrem viel Geld verdient. Es gab riesige Parties. Die Devise war «Sex, Drugs and Rock’n Roll».
Ich hatte damals aber schon das Hobby Whiskysammeln. Das fing schon in jungen Jahren an, als ich in Dutyfree Shops an all den Flughäfen, wo ich war, anfing Whisky zu kaufen. Mir hat der Whisky immer sehr zugesagt und mit dem Sammeln des Whiskys stieg dann mein Interesse, mehr darüber zu erfahren und wir gingen dann oft zusammen nach Schottland. Ich war jedes Jahr vier Mal in Schottland und habe dort Destillerien besucht. Auch gingen wir nach Japan und an viele andere Orte. In diesen vielen Destillerien habe ich dann auch immer sehr viel Whisky gekauft.

Xecutives.net: Aber die Idee, mal selber Whisky zu produzieren auf einem Top-Level, die war noch nicht geboren.

Andreas Thümmler: Nein, an das dachte ich damals gar nicht. Es ging einfach um den Genuss. Wir hatten unsere Whisky Clubs und tauschten uns aus und rauchten auch gute Zigarren. Damals kamen grad die irischen und japanischen Whiskys auf und wir setzten uns intensiv mit alledem auseinander.
95% des Whiskys ging zu meiner Mutter nach Rüdenau ins Haus. Meine Mutter beschwerte sich dann irgendwann, weil der ganze obere Stock und die Diele voll war mit Whisky. Ich sah ein, dass das ein Problem war und zog in mein eigenes Haus. Man nannte das Haus «Whisky Villa». Auf drei Stockwerken gab es Hunderte von Flaschen Whisky, die dort rumstanden. Wir hatten das alles sehr schön eingerichtet, auch mit Darts und Pool Billard und alles was man sonst so braucht. Es gab ein Lagerfeuer. Es gab die Whisky Freunde Rüdenau. Die halfen mir immer, wenn Leute aus der ganzen Welt kamen, die ich hier verpflegte und unterbrachte.

Ich fing an, die Whiskys zu registrieren. Es gab damals die App Whisky Base. Man konnte von jeder Flasche eine Foto hochladen und den Whisky registrieren. Man wusste dann auch immer grad den aktuellen Preis. Erst dann verstand ich, dass ich eine Sammlung hatte, die sehr viel Geld kostete.
Viele Whiskyflaschen waren im Preis um ein Vielfaches gestiegen und ich war dann nicht schlecht erstaunt, was man für Preise für Flaschen erzielen konnte. Ich hatte Flaschen, die ich für 200 Pfund gekauft hatte und plötzlich waren sie 6000 Pfund wert. Ich machte dann den Test und offerierte so eine Flasche auf Ebay und zwei Minuten später war die Flasche weg (lacht). Ich machte mir dann ein Spreadsheet und fing an zu rechnen. Dann stellte ich fest, dass meine Sammlung pro Jahr jeweils um 30% an Wert anstieg.

Xecutives.net: Sie hatten aber gar nicht mit dem Gedanken gespielt, diesen Whisky als Renditeobjekt zu sehen?

Andreas Thümmler: Nein, überhaupt nicht. Ich hatte einfach Freude am Produkt und am Genuss. Mir wurde es dann etwas bang, weil wir wirklich viel Whisky getrunken hatten, der teilweise auch 30 und 40 Jahre alt war. Da waren Flaschen darunter, die Tausende von Euros wert waren. Das würde man heute gar nicht mehr machen. Es waren sehr viele Flaschen offen und angetrunken, es gab aufgrund der schieren Grösse der Sammlung aber immer noch sehr viele Flaschen, die noch nicht geöffnet worden waren. Ich hatte mich dann mit den Statistiken beschäftigt und es wurde klar, dass je mehr Zeit da reinkommt, desto wertvoller wird der Whisky.

Xecutives.net: Bei diesem Konsum und Verbrauch sowie der Wertsteigerung hätten Sie Fässer kaufen müssen.

Andreas Thümmler: Ich spielte dann tatsächlich das erste Mal mit der Idee, mir ein Fass zuzulegen. Immer wenn ich in den Destillerien war, hatte ich gefragt, ob ich ein Fass kaufen könne. Man erklärte mir dann überall, dass das nicht gehen würde, dass man solche Sachen nur machen würde bei einem Hundertjährigen Jubiläum und ich müsste mich dann sowieso auf einer Liste eintragen. Es ging dabei nicht um den Preis, die wollten mir einfach kein Fass verkaufen.

Ich lernte dann bei Kilbeggan jemanden kennen. Er war Geschäftsführer und Master Destiller. Die hatten dort auch so ein paar Fässer für Barack Obama, Queen Elisabeth und andere Persönlichkeiten rumstehen. Dann sagte ich, dass sie ja schon Kundenfässer hätten. Dann erklärte man mir aber, dass das pures Marketing sei und man das nur gemacht habe, weil man wusste, dass das eine gewisse Aufmerksamkeit mit sich bringen würde. Ich fragte den Master Destiller dann so oft nach einem Fass und ging ihm so lange auf den Senkel, bis er mir dann tatsächlich ein Fass verkaufte. Ich drohte ihm an, jeden Tag wiederzukommen, wenn er mir kein Fass verkaufen würde (lacht).

Man wusste nun aber nicht, was man mir verrechnen sollte und wir gingen in die Buchhaltung und suchten dort Hinweise, die einen Ausschlag auf den Preis hätten haben können. Ich kaufte schliesslich dieses Whiskyfass von Kilbeggan, das schon rund drei Jahre gelagert war. Später wurde das abgefüllt.

Xecutives.net: Wie kam es zum Standort in Rüdenau?

Andreas Thümmler: Damals war hier in Rüdenau eine alte Textilfabrik zu verkaufen. Der Bürgermeister des Dorfes sprach mich darauf an und meinte, dass ich das Gebäude und alles drum rum doch kaufen könnte. Es gab auch andere Textilfabriken hier, viele sind dann aber pleite gegangen. In der Textilfabrik, wo heute St. Kilian untergebracht ist, arbeiteten zu den besten Zeiten über 120 Menschen. Das war schon eine grosse Sache. Einige wenige dieser Firmen schafften es, indem sie ihre Strategie geändert hatten, sich auf dem Markt zu halten. Die anderen gingen an der Konkurrenz aus Asien zu Grunde.

Weil ich nun halt mal Investmentbanker war und man mich kannte, kamen etliche Leute auf mich zu und meinten, ich solle das Fabrikareal übernehmen. Auch meine Mutter spornte mich an, das Areal zu kaufen, damit dort nichts verschandelt wird. Man hatte Angst, dass ein Schrotthändler einziehen würde. Ich kaufte somit die alte Fabrik und hatte die ersten paar Jahre die Lagerfläche vermietet, u.a. auch an ein chinesisches Unternehmen. Dann kam der Tag, als David Hynes hier um die Ecke kam und unseren Whisky Club besuchte, der Master Destiller von Kilbeggan. Er meinte, man könnte doch eine tolle Destillerie aus dem Gebäude machen, weil es ja von aussen auch schon ein wenig wie eine Destillerie aussehen würde.

Ich hatte damals schon rund 30 Fässer Whisky aus verschiedensten Destillerien angesammelt und in einem nächsten Schritt wollte ich eigentlich in Whisky investieren. Meine Idee war es, von einer Destillerie nicht nur ein Fass zu kaufen, sondern viele Fässer. Ich war dann auch in Dublin und hatte dort John Teeling und seine Söhne kennengelernt. Er fragte mich, wie viele Fässer ich denn gerne kaufen wollte und ich sagte ihm 1000 Fässer. Das ginge nicht, meinte er. Das sei zu viel. Ich wäre natürlich mit so viel Whisky von ihm auch zu einem Konkurrenten von ihm geworden. Das ist wie das Tafelsilber verkaufen, um irgendeinen schnellen Cashflow zu haben.
Er hatte mir dann 10 oder 20 Fässer verschiedenster Qualitäten angeboten, aber das interessierte mich nicht so sehr. Mir wurde klar, dass wenn ich 1000 Fässer mit gutem Whisky haben wollte, dann musste ich selber anfangen Whisky zu produzieren und einen guten Brand daraus zu machen.

Whisky-Fass-Lager der St.Kilian Distillers in Rüdenau, Deutschland

Xecutives.net: Haben Sie sich auch überlegt, eine bestehende Whisky Destillerie zu kaufen?

Andreas Thümmler: Das war tatsächlich eine Option und ich habe mir einige dieser Destillerien, die man hätte kaufen können, angeschaut, so auch Mackmyra in Schweden. Eine fand ich auf den äusseren Hybriden, auf der Isle of Harris, die Isle of Harris Destillerie. Die hatten damals den ex-Marketingchef von Glenmorangie angeheurt, ein sehr interessanter und fähiger Mann. Sein Name ist Simon Erlanger, der 17 Jahre bei Glenmorangie gearbeitet hatte. Dort hätte ich die Möglichkeit gehabt zu investieren und ich hätte bspw. 10% erwerben können, vielleicht auch etwas mehr.

In der Zwischenzeit schaute ich dann, was es denn in Deutschland so gab an Destillerien. Hier gab es nur den SLYRS am Schliersee. Ich kannte diese Firmen alle, auch die kleinen Schnapsbrenner. Viele dieser kleinen Destillerien haben auch Whisky gemacht, aber mit deutschem Equipment, mit Kothe Destillationstechnik-Anlage, die den Whisky wie einen Gerstenbrand machen.
Zu diesem Zeitpunkt war ich auch schon in Japan und habe mir dort die 10 neuen Destillerien angeschaut. In Deutschland gab es eine Whisky Destillerie nach schottischem Vorbild aber nicht. Mir fiel damals auch auf, wie das Whiskygeschäft in Japan voll durch die Decke ging. Die Japaner gewannen dann eine Goldmedaille nach der anderen, denken Sie an den Yamazaki 12.

Nun kam David Hynes um die Ecke und er sagte mir, er hätte das alles schon 10 mal gemacht, er wüsste, wie man das auch in Rüdenau machen könnte. David war schon über 60 Jahre alt und voll engaged. Er hatte noch einen Vertrag mit Teeling. Nun wurde aber Teeling zu diesem Zeitpunkt an Jim Beam verkauft. David ist Ingenieur und hat an der University of Harward einen MBA gemacht. Er betreibt das Whiskygeschäft mit Herzblut.

Nun kam aber raus, dass der japanische Schweppes-Hersteller Suntory Jim Bean übernehmen würde, für 16 Milliarden US-Dollar, eine Börsenübernahme. Damit wollte David nun nicht mehr leben. Mit den Amerikanern hatte er es noch gut, aber mit den Japanern wollte er nun im Alter nicht mehr zusammenarbeiten. Er meinte, dass nun alles geändert und ab- und umgebaut werde. Er verliess die Destillerie und flog mit seiner Frau nach Frankfurt und kam nach Rüdenau. Er wollte mal einfach drei Monate hier sein und die Sache durchplanen. So ging es los. Das war 2012. Er hat da nicht lange rumgefackelt und hat das Equipment geordert. Alles, was er bei Teeling nicht machen konnte, was der Chef nicht erlaubt hatte, konnte er hier in Rüdenau umsetzen.

Es gab die Firma St. Kilian noch gar nicht. Er war ein bisschen wie eine Lose Cannon Ball und legte mit seinem Wissen und Können voll los. Als die Investitionen dann mal die EUR 2,5 Millionen überstiegen, dachte ich mir, wo denn das alles hinführen würde. Wir hatten in Sachen Qualität des Equipments nur Lamborghinis, Bugattis und Ferraris bestellt. Er kam aufgrund seiner vielen Kontakte an diese Teile ran. Er meinte dann, dass, sollten wir nicht weitermachen, ich das Equipment jederzeit für 20% plus weiterverkaufen könnte.

Xecutives.net: Sie haben sehr viel Geld investiert, für ein Produkt, das erst in acht Jahren verkauft werden konnte. Das ist ein sehr mutiger Schritt und man muss dann schon sehr von einem solchen Unterfangen überzeugt sein.

Andreas Thümmler: Ich habe viel verdient, immer gespart, war auch selbständig und da habe ich mein Erspartes in die Hände genommen und David unterstützt. Je mehr ich dann in St. Kilian und die Destillerie investierte, desto mehr habe ich Dinge verkauft, an denen ich nicht so sehr hing, u.a. auch ein Penthouse in Frankfurt und weitere Sachen. Ich verkaufte dann mit meinen Kollegen auch meine Firma, eine Corporate & Finance M&A-Beratung, an Stifel in die USA und beschloss, mich auf St. Kilian zu konzentrieren. Es ging darum, einen Business Plan vorliegen zu haben. 2016 ist dann die Produktion losgegangen. 2019 war der erste Whisky bereit.
Wir reichten den Whisky ein und nahmen an den verschiedensten Championships und bei Wettbewerben teil. Wir gewannen eine Goldmedaille nach der anderen. Heute schauen wir auf 300 Goldmedaillen zurück, die wir mit unserem Whisky gewonnen haben.

St.Kilian Distillerie, Whisky-Fässer Washback No.4

Xecutives.net: Das zeigt ziemlich überzeugend, dass der Whisky, den Sie herstellen sehr gut ist. Ist das nun hauptsächlich auf das gute Equipment von David zurückzuführen oder was steckt hier genau dahinter?

St. Kilian Distillers Pot Still Brennblase in Rüdenau Deutschland
St. Kilian Distillers Pot Still Brennblase

Andreas Thümmler: Das top Equipment spielt hier eine sehr grosse Rolle. Das Equipment ist eingebettet in Hochtechnologie. Es ist alles automatisiert, wir haben eine sehr gute Quality Control. Hier steckt alles voller German-Swiss-Engineering. Sicher ist aber auch sehr wichtig gewesen, dass David die Jungs hier ausgebildet hat. Meine Leute waren auf der ganzen Welt in den verschiedensten Destillerien, auch bei Yamazaki in Japan.

Wir arbeiten zudem nur mit Vollreifung. Wir haben unterschiedliche Fässer. Wenn wir jetzt ein Rum- oder ein Sherry-Fass haben, dann wäre das bei einer normalen Whisky Destillerie so, dass der Whisky 10 Jahre in einem relativ einfachen und günstigen Bourbonfass gelagert wird und am Schluss Cask Finish gemacht wird, indem sie den Whisky in bessere Fässer umfüllen, bspw. in ein Rumfass. Das Rumfass kommt dann halt 10 mal zum Einsatz und verliert seine Intensität.

Wir haben uns aber von Anfang an für Vollreifung entschieden. Wir haben viele unterschiedliche Fässer, was dazu geführt hat, dass wir an die 12’000 Fässer im Lager haben und wir rund 400 Fasstypen lagern.
Wenn wir also ein Rumfass benutzen, dann war da am Schluss 10 Jahre Whisky drin. Das machen wir mit Cuvé-Verfahren.

Wenn wir eine Abfüllung machen, dann sind in dieser Abfüllung drei oder vier verschiedene Fasstypen drin.
Man kann hier nicht von «Verblenden» sprechen. Beim Blenden werden ja Whiskys aus verschiedenen Destillerien gemischt. Wir aber haben nur unseren eigenen Whisky, den wir richtig mischen. Die Whiskys aus den Fässern werden miteinander vermählt.

Xecutives.net: Das ist ähnlich einer Assemblage beim Wein.

Andreas Thümmler: Richtig, genauso. Das ist 1:1 so. Das ist teurer und komplizierter, was wir machen. Wir müssen einen Fassbestand aufbauen und an die Fässer rankommen.

Auch beim Mischen hatten wir oft David dabei, der uns unterstützt hatte. Wir haben dann alles probiert und haben Linien aufgebaut, mit Editionen, die limitiert waren. Am Anfang waren das ein paar Hundert Flaschen, dann einige Tausend Flaschen und letztes Jahr haben wir insgesamt 400’000 Flaschen verkauft.

Irgendwann haben wir dann auch Standardprodukte hergestellt. In den ersten Jahren hatten wir Sondereditionen. Wir haben auch die Kilian Signature Edition. Da haben wir eine 1, dann eine 2 in Amaronefässern. Dieser Whisky ging wirklich durch die Decke. Solche Flaschen haben heute Sammlerwert. Darum sage ich immer, dass man drei Flaschen kaufen sollte, eine zum Trinken, eine zum Sammeln und eine, die man später wieder verkaufen kann (lacht).

Wir haben eine Wachstumsrate von rund 30%. Wir verkaufen zurzeit 95% in Deutschland, jetzt etwas mehr in der Schweiz und etwas in Österreich.
Die Schweiz hat ein riesiges Potential. Der Eintritt war aber nicht so ganz einfach. Wir mussten einiges an Überzeugungsarbeit leisten. Bei 300 Goldmedaillen kann man aber schon etwas überzeugen. Wir sind gerade in einer Phase, in der wir internationalisieren. Wir wollen auch nach Frankreich verkaufen, über La Maison du Whisky, wir sind in Polen und Ungarn dran, wir sind auch in Italien und haben das erste Mal nach China geliefert. Wir haben auch schon nach Japan geliefert und unlängst hat nun auch Nigeria angefragt.

Wir sind heute auch noch nicht ganz cashflowpositiv, aber bald. Das braucht halt bei so einem Unterfangen einfach viel Zeit. Wir haben sehr viel in die Destillerie investiert. Hätte mir einer vor vielen Jahren gesagt, dass das Investment so gross sein würde, dann hätte ich mich nicht auf das Ganze eingelassen.

Xecutives.net: Sie verkaufen ganze Fässer mit Whisky. Wie läuft dieses Geschäft?

Andreas Thümmler: Wir haben in vierstelliger Höhe Fässer verkauft und das läuft ebenfalls sehr gut. Der Kunde kann die Fässer dann in Flaschen abfüllen, speziell gebrandet mit St. Kilian oder mit einem Special Label. Was er nicht selber nutzen und brauchen will, das verkaufen dann wir hier über St. Kilian mit einer Kommission.

Wir haben viele 400 Liter Fässer verkauft. Das ist aber einfach etwas viel, wenn man sie später abfüllt. Darum haben wir auch 30 Liter Fässer angeboten. Es kriegt jeder seine 40 oder 50 Flaschen daraus, da kann er 10 selber trinken, 10 verschenken und vielleicht noch 10 verkaufen und sammeln.
Wir machen keine Werbung dafür, viele Menschen wissen das aber und kaufen Fässer.

Xecutives.net: Wieviele Mitarbeitende beschäftigen Sie hier?

Andreas Thümmler: Wir beschäftigen in Rüdenau heute rund 30 Personen. Die meisten Mitarbeitenden arbeiten im Vertrieb und im Marketing. Auch arbeiten wir sehr viel mit KI. Wir sind dabei sehr fortschrittlich. Wir haben auch einen eigenen KI-Mitarbeitenden, der für uns im Einsatz ist. Er heisst Kilian Sanctus. Der ist voll KI! Er ist auch auf Facebook und anderen sozialen Netzwerken. Der lernt ständig, kann SEO-optimieren, Verkaufsgespräche führen, er kann Marketing machen und vieles mehr. Er ersetzt rund 3 Mitarbeitende mit dem was er macht.
Das ist schon sehr erstaunlich, was heute technisch alles abgeht.

Xecutives.net: Ihre Produktpalette ist sehr breit. Auffällig ist ein Whisky mit den Bildern drauf von Bud Spencer und Terence Hill. Ich weiss, dass Sie mit Letzterem zu tun haben. Wie läuft diese Zusammenarbeit und was sind das alle für Projekte?

Bud Spencer Single Malt Whisky "The Legend" von der St.Kilian Destillerie in Deutschland

Andreas Thümmler: Wir haben unlängst einen zweiten Brand dazugekauft. Es geht um den Bud Spencer & Terence Hill-Whisky. Am Anfang hatten wir eine Lizenzvereinbarung mit der Bavaria Film in München getroffen, um den Brand zu nutzen. Wir haben dann schnell gesehen, dass die Verkäufe explodieren. Ich hatte dann die Idee, den Brand abzukaufen.
Dafür mussten wir zu den Italienern gehen. Wir hatten mit Terence Hill mehrere Gespräche geführt. Er und sein Sohn haben gerade einen Fussball-Western-Kurzfilm gedreht, “The Socceritos”, und sie brauchten für eine noch umfangreichere Netflix-Western Produktion Investoren. Wir wurden uns dann einig und haben den Italienern die Brandrights für Whisky und auch alle anderen Spirituosen weltweit abgekauft.

Das Ganze haben wir in eine Tochtergesellschaft gebracht. Die heisst Hero Spirits GmbH. Den Brand haben wir abgekoppelt, das läuft nicht mehr unter St. Kilian.
Im Whisky, der nun im Denner in der Schweiz verkauft wurde, war ca. 15% St. Kilian Whisky drin und der Rest ist irischer Whisky, somit handelt es sich um einen Blend.

Wir haben aber auch andere Projekte gemacht, bspw. mit Rockbands, bspw. Scorpions-Whisky und Judas Priest-Whisky. Zurzeit haben wir ein Projekt laufen mit dem bayrischen Königshaus. Es geht um die Wittelsbacher und Neuschwanstein. Da haben wir einen König Ludwig Whisky kreiert. Es handelt sich bei uns um das Ultrapremium-Produkt.
Wir versuchen Whisky zu machen mit Methoden, die sehr wertig sind. Wir versuchen auch immer wieder Sachen zu machen, die es so noch gar nicht gibt.

Xecutives.net: Wir haben diesen Whisky probiert und er ist tatsächlich ganz ausgezeichnet. Was zeichnet ihn aus?

Andreas Thümmler: Wir haben den Whisky in nymphenburger Porzellanflaschen abgefüllt. Diese Flaschenproduktion gehört auch zum Königshaus. Das war der erste Whisky, der in einer Porzellanflasche verkauft worden ist. Dafür haben wir vorher rund 3 Jahre lang geforscht und haben in Steinkrügen Whisky gelagert. Die Fans waren begeistert von der Qualität, welche die Lagerung mit sich brachte. Der Whisky wird in diesen Steinkrügen milder und melodischer. Das hat mir der Oberfläche des Steinkruges zu tun. Man weiss, dass sich Whisky in Glasflaschen geschmacklich nicht mehr verändert, auch nicht nach 200 Jahren. Man hat solche Flaschen gefunden und den Whisky probiert. Der Whisky in der Flasche schmeckt wie am ersten Tag. Wogegen mit dem Steinkrug und dem Porzellan chemische Vorgänge stattfinden. Der Effekt ist am Anfang sehr gross, mit der Zeit wird er aber immer weniger und marginal. Somit hat der Whisky im Porzellankrug noch eine rund zwei- oder dreijährige Nachreife, die er durchmacht.
Mit diesem Produkt möchten wir in den Luxusbereich einsteigen.

Wir haben auch Whisky in Mizunarafässern hergestellt. Das ist die japanische Wassereiche. Die wächst dort nur in gewissen Regionen. Aufgrund unserer Aktivitäten kamen wir mit Menschen in Kontakt, die uns das Holz liefern können. Die Fässer werden bei uns in der Pfalz geküfert.
Diese Flaschen waren grad weg und sie sind auch in Japan sehr gefragt. Die Preise dieser Flaschen haben sich in kürzester Zeit vervielfacht.

Xecutives.net: Herr Thümmler, man muss von Whisky etwas verstehen, wenn man so viel investiert und Sie schauen hier auf eine riesige Erfahrung zurück. Wie bilden Sie sich weiter?

Andreas Thümmler: Ich bin nach wie vor am Whisky sammeln und bin regelmässig in anderen Destillerien.
Ich habe auch Prüfungen absolviert, bspw. der Scotch Whisky Association. Ich hatte mich damals für diese Prüfung gut vorbereitet. Vor der Prüfung, die sehr umfassend ist, hat mich ein Mitarbeiter dort an der Hand genommen und meinte, dass ich nicht traurig sein solle, wenn ich die Prüfung als Deutscher nicht schaffen würde. Das könne passieren und das sei keine Schande. Ich ging also an die Prüfung und machte als einziger Deutscher je 100 Punkte. Dabei muss man auch sechs Whiskys blind erkennen resp. erschmecken (lacht).
Aber ja, man muss da schon etwas verstehen. Aber alle, die hier Mitarbeiten machen das mit Herzblut und wir alle lernen täglich dazu.

Xecutives.net: Sie haben einen Whiskyraum, in dem die Besucher rund 1000 Flaschen Whisky von anderen Herstellern aus aller Welt probieren können. Wie kamen Sie auf die Idee, in Ihrer Destillerie fremden Whisky anzubieten?

Andreas Thümmler: Die Idee stiess zuerst bei St. Kilian-Mitarbeitenden auf keine Gegenliebe.
Man war der Meinung, dass man nicht Werbung machen sollte für andere Whiskys. Ich teilte diese Meinung überhaupt nicht, denn wir müssen uns für unseren eigenen Whisky mit 300 Goldmedaillen ja nicht schämen.
Im Gegenteil, die Besucher haben die Möglichkeit, verschiedene Whiskys zu probieren, auch den von St. Kilian, und da kann sich jeder sein eigenes Urteil machen.

Whisky-Sammlung, Andreas Thümmler, von der Distillerie St.Kilian im deutschen Rüdenau

Xecutives.net: Herr Thümmler, ich bedanke mich herzlich für die guten Gespräche über Whisky und die vielen Einblicke in Ihre Herzensangelegenheit, die schöne Destillerie. Ich wünsche Ihnen und Ihrem Team weiterhin viel Erfolg!

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